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Weihnachten in der Provence

Weihnachten in der Provence verbindet Krippenkunst, häusliche Rituale und eine eigene Festtagsküche. Der traditionelle Weihnachtskreis beginnt am 4. Dezember mit der Sainte-Barbe und endet am 2. Februar, der Chandeleur. Für einen Aufenthalt in Provence-Alpes-Côte d’Azur stehen damit andere Erlebnisse im Mittelpunkt als beim klassischen Winterurlaub im Skigebiet.

Weinachten Urlaub in der Provence Südfrankreich Provence-Weihnachten hat viel mit Genuss für alle Sinne zu tun... Foto: VoyageMedia für Südfrankreich-Netz.de

Sainte-Barbe: Weizen für den Festtagstisch

Am 4. Dezember werden Weizenkörner oder Linsen in drei kleinen Schalen zum Keimen gebracht. Das Grün schmückt später den Tisch am Weihnachtsabend. Die drei Schalen stehen in der christlichen Deutung für die Dreifaltigkeit; gut gekeimte Körner gelten im Volksglauben als Zeichen einer guten kommenden Ernte. Der Brauch verbindet so landwirtschaftliche Vorstellungen mit dem kirchlichen Festkalender.

Santons: ein provenzalisches Dorf als Krippe

Die Krippe stellt nicht allein die Geburt Jesu dar, sondern ein ganzes provenzalisches Dorf mit Häusern, Brunnen, Ofen und Mühle. Santons sind kleine Figuren aus Ton; ihr Name geht auf das provenzalische „santoun“, kleiner Heiliger, zurück. Neben der Heiligen Familie treten Hirten, Bäcker, Fischer und andere Berufe des früheren Alltags auf. Die Heiligen Drei Könige kommen nach der Tradition am 6. Januar hinzu.

Beim Betrachten einer Krippe lohnt der Blick auf die handwerklichen und ländlichen Szenen. Kleidung, Werkzeuge und mitgebrachte Waren erzählen ebenso viel über die regionale Alltagskultur wie die religiösen Figuren. Diese Verbindung gehört zu den besonderen Weihnachtsbräuchen Südfrankreichs.

Cacho-fio und gros souper

Zum traditionellen Abend des 24. Dezember gehört das Cacho-fio, das rituelle Entzünden eines Holzscheits. Das jüngste und das älteste Familienmitglied übernehmen dabei gemeinsam eine Rolle. Für den gros souper wird der Tisch mit drei weißen Tischtüchern und drei Kerzen geschmückt. Der Brauch sieht sieben fleischlose Gerichte und ein zusätzliches Gedeck für einen Bedürftigen vor.

Die dreizehn Desserts stehen für Christus und die zwölf Apostel. Zu den typischen Bestandteilen zählen die pompe à l’huile, ein Gebäck mit Olivenöl, Nougat und die „vier Bettler“: Trockenfrüchte und Nüsse, die mit religiösen Orden verbunden werden. Weitere Früchte und Süßigkeiten unterscheiden sich nach Familie und Ort. Für den Einkauf regionaler Produkte sind diese Zutaten ein konkreter Zugang zur Festtagsküche.

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Lieder und Pastrage

Provenzalische Weihnachtslieder und das Pastrage gehören zur religiösen Überlieferung. Beim Pastrage bringen Hirten ein Lamm als symbolische Gabe zur Krippe beziehungsweise zum Altar. Die Beschreibung dieses Brauchs erklärt seine Bedeutung; einzelne Gottesdienste haben jeweils einen eigenen örtlichen Ablauf.

Den Aufenthalt nach dem gewünschten Erlebnis wählen

Für Krippen, Dorfkultur und gemeinsame Mahlzeiten ist die Lage der Unterkunft in der Provence zu den gewünschten Orten wesentlich. Wer dagegen Weihnachten im Schnee verbringen möchte, setzt den Schwerpunkt auf das Gebirge und die Bedingungen des konkreten Reisetermins. Küstenorte, provenzalisches Binnenland und alpine Täler ergeben unterschiedliche Tagesabläufe.