Gauriac: Hotels und Unterkünfte
Die 10 Kilometer lange Route pittoresque de la Corniche hat ihren Ausgangspunkt in Gauriac. Zwischen Gauriac und Bourg verläuft sie am Ästuar der Gironde, teils am Fuß und teils auf dem oberen Rand der Klippe. Entlang der Strecke informieren Tafeln mit der Bezeichnung „Fenêtres sur l’estuaire“ über den Mascaret, die Inseln, Fische und Schiffswracks. In Gauriac ist der Port de Roque-de-Thau der Ausgangspunkt der Route. Dort können Besucher ein Carrelet mieten und auf eine hölzerne, in das Ästuar hinausragende Anlegestelle gehen.
Wege und Landschaft
Mehrere markierte Wanderwege durchqueren Gauriac; zur Wegmarkierung dienen hölzerne Hinweisschilder und Holzpfosten mit farbig markierter Spitze. Die Boucle patrimoniale bietet Ausblicke auf das Ästuar der Gironde, den Bec d’Ambès, die Île du Nord und den Médoc. Sie führt außerdem zum Château de Thau, einem Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert, das während der Französischen Revolution beschädigt wurde.
Die Boucle pédestre des Coquines ist eine leichte, 10 Kilometer lange Wanderschleife mit Ausgangspunkt in Gauriac. Sie verläuft oberhalb des Ästuars der Gironde und seiner Inseln und führt durch die Weinberge der Côtes de Bourg.
Kultur und Ortsgeschichte
Der romanische Chorabschluss der dem heiligen Symphorian geweihten Kirche Saint-Pierre stammt aus dem 12. Jahrhundert und bildet eine siebenseitige Apsis mit einer Kalottenwölbung. Die Kirche wurde 1190 von Papst Clemens III. erwähnt; von ihr ist vor allem der romanische Chorabschluss erhalten. In Saint-Pierre befindet sich außerdem eine polychrome Holzpietà aus Spanien, die am 26. März 1774 aufgestellt wurde. Ein aus dem Louvre stammendes Gemälde mit der Darstellung des Abendmahls von Emmaus wurde 1860 von Napoleon III. der Kirche Saint-Pierre in Gauriac geschenkt. Die Innenausstattung der Kirche ist mit der von nur fünf Kirchen in Aquitanien vergleichbar.
Am Eingang des Château de Thau befand sich früher eine Zugbrücke. Der Port de Roque-de-Thau wurde 1956 um die Hälfte verkürzt, um der Entwicklung des Straßenverkehrs Rechnung zu tragen. Die troglodytischen Häuser an der Corniche entstanden aus früheren Öffnungen des Steinabbaus, die zu Wohnhäusern umgewandelt und später von Fischern des Ästuars bewohnt wurden. Sie können von der Straße oder von Wanderwegen aus betrachtet werden, sind aber nicht zu besichtigen, weil einige noch bewohnt sind.
Natur und Geschichte
Das Site du Mugron ist ein Kalksteinaufschluss in Form eines kleinen Hügels mit Steineichen-, Weißdorn- und Hartriegelgebüsch sowie grasbewachsenen Lichtungen. Am Site du Mugron wachsen mehrere Orchideenarten. Am Mugron befinden sich Kasernen der Kriegsmarine; die Truppen des Dritten Reichs gaben den Ort 1944 auf.
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