Neues Meeres-Schutzgebiet

Cote Vermeille bei Le Barcares
Marines Schutzgebiet an der Cote Vermeille in Südfrankreich soll Lebensraum und Arten schützen

Südfrankreich will marines Schutzgebiet an der Cote Vermeille

Marines Schutzgebiet an der Cote Vermeille in Südfrankreich geplant: Die südfranzösische Tageszeitung „L`Independant“ meldet am 23.02.2011, dass noch in diesem Jahr der marine Naturschutz-Park „Parc marin Cote Vermeille“ eingerichtet werden soll. Das Schutzgebiet soll die Küsten-Region am Golfe de Lion von den Felsen bei Leucate über eine Länge von 65 Kilometern Richtung Costa Brava in Katalonien umfassen und wäre damit das dritte maritime Schutzgebiet dieser Art in Frankreich nach der Cote Iroise in der Bretagne und dem französischen Überseegebiet Mayotte im Indischen Ozean.
Der verbesserte Schutz sämtlicher maritimer Lebensformen und ihrer maritimen Lebensräume umfasst nicht nur die Lebewesen und Pflanzen sondern auch die Wasserqualität oder den Luftraum, in dem Seevögel leben. Ob der Meeres-Naturpark nun „Vermeile“ oder anders heisst ist in der Planung der Naturschützer zweitrangig, Ihnen geht es um klare Regelungen zum Schutz der Meeresfauna und –flora, die nicht zuletzt den Urlaub in Südfrankreich noch attraktiver machen.
Da im geplanten Meeresschutzgebiet zahlreiche bekannte Badestrände in Südfrankreich sowie bekannte Touristenorte wie Leucate, Le Barcares, Toreilles, Saint-Marie de Mer, Canet-Plage, St.Cyprien-Plage oder Argeles-Plage liegen, ist natürlich auch der Tourismus in der Südfrankreich-Region Aude und Pyrenees-Orientales betroffen. Umweltauflagen werden vor allem für die Jachthäfen in Südfrankreich entlang der Cote Vermeille, aber auch für Wassersportler wie Segler, Taucher oder Surfer, Angler und auch Badegäste sowie Besitzer, Mieter und Vermieter der Ferienhäuser in Südfrankreich strengere Regeln beim Umgang mit der sensiblen submaritimen Natur aufstellen.
Strand an der Cote Vermeille bei Le BarcaresFerienorte und Küstenstädte werden deutlich mehr als bisher in Sachen Umweltverschmutzung durch Emissionen wie Abwasser, Feinstaub oder Lärm in die Verantwortung genommen. Die Parkbefürworter erwarten dazu in absehbarer Zeit den Abschluss eines offiziellen Dekrets. Man wolle die herrliche Landschaft mit ihren endlos langen Sandstränden, Buchten und Flussmündungen und ihre Artenvielfalt jedoch keineswegs „unter die Glocke“ stellen, so der Tenor von Natur- und Umweltschutz-Verantwortlichen in den zahlreichen Diskussionen und Gesprächsrunden, die vom 17. August-21. September 2010 in den Küstengemeinden an der beliebten Bade-Küste stattgefunden haben.
Vielmehr soll die Region, die sich als nördlicher Teil der Region Katalonien begreift, mit konsequentem Schutz von Küstenlandschaft und Küstengewässern in Zusammenarbeit mit der benachbarten autonomen Gemeinschaft Catalunya in Spanien und deren Küsten Regionen Costa Brava und Costa Daurada einerseits die Lebensbedingungen bedrohter Arten nachhaltig bewahren und verbessern sowie schlussendlich mit intakter Natur zu Wasser, zu Lande und in der Luft den Tourismus beiderseits der Pyrenäen sogar vorantreiben. Umwelt- und Naturschutz stehen der Erholung und Freizeit vieler tausender Urlauber dabei nicht im Wege, betonen die Beteiligten.
Als Ergebnis einer Studie Mission im September 2007, die eine vollständige Bestandsaufnahme der natürlichen Ressourcen und maritimen Tätigkeiten gemacht hatte, sieht das Umweltministerium in Südfrankreich-Tourismus und gesunder maritimer Meereslandschaft zwei Streams, die nicht im Widerspruch stehen. So betont der Umweltminister: "Der Schutz der Umwelt ist nicht unvereinbar mit der wirtschaftlichen Entwicklung auf See, und wir müssen aufhören, uns ihnen zu widersetzen". Südfrankreich will hier ein marines Schutzgebiet an der Cote Vermeille schaffen, und alles sieht danach aus, als wenn dies schon bald gelingen könnte.

Quelle: Artikel „L`Independant“ vom 23.02.2011

R. Rinnau

Foto: VoyageMedia / Südfrankreich-Netz.de

Datum: 24.02.2011

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