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Sehenswürdigkeiten Toulouse Sehenswürdigkeiten in Toulouse begeistern jedes Jahr zigtausende Touristen

Sehenswürdigkeiten Toulouse

Zu den grössten Sehenswürdigkeiten in Toulouse zählen die Basilika Basilique St-Sernin, das Diminikanerkloster Les Jacobins, der Rathausplatz Place du Capitole, das Rathaus Capitole, das Stadtpalais Hôtel d'Assézat und das Museum Musée des Augustins.

Basilique St-Sernin

Die Basilika ist die berühmteste und schönste der großen romanischen Wallfahrtskirchen Südfrankreichs und das an Reliquien reichste französische Gotteshaus. An ihrer Stelle stand Ende des 4.Jh. eine Basilika, in der die sterblichen Überreste des hl. Saturninus aufbewahrt wurden.

Nachdem Karl der Große die Kirche reich an Reliquien ausgestattet hatte, zog sie Pilger aus ganz Europa an. Außerdem war sie eine wichtige Station auf dem Weg nach Santiago de Compostela.

Das heutige Gebäude wurde errichtet um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Der 1080 begonnene Bau wurde Mitte des 14.Jh. beendet. Der berühmte Baumeister und Kunsttheoretiker Viollet-le-Duc begann 1860 mit der allgemeinen Restaurierung des Gebäudes. Durch die derzeitigen Baumaßnahmen sollen die Dächer wieder so gestaltet werden, wie sie vor der Umgestaltung 1860 aussahen. Die Querschiffarme und das Langhaus haben ihre ursprünglichen, über die mit Galerien, den sogenannten mirandes, versehenen Dachstühle hinausragenden Dächer bereits wieder erhalten.

St-Sernin ist ein vollendetes Beispiel einer großen Pilgerkirche. Ihr Innenraum ist so gestaltet, dass die Andachtsübungen große Menschenmassen und die Feier der Messe durch einen Chor von Kanonikern möglich sind. Dazu dienen das von doppelten Seitenschiffen flankierte Mittelschiff, ein riesiges Querschiff und ein Chor mit Umgang, auf den sich fünf Radialkapellen öffnen.

Mit 115 m Länge, 64 m Breite (im Querschiff) und 21 m Höhe ist St-Sernin für ein romanisches Bauwerk außergewöhnlich groß. Unter der Kuppel der Vierung lenkt die schöne Altarplatte aus Pyrenäen-Marmor die Blicke auf sich. Sie stammt noch von dem romanischen Altar von Bernardus Gelduinus, der 1096 von Papst Urban II. geweiht wurde.

Gang der Heiligengräber und Krypten (Tour des Corps-Saints et Cryptes) wurde der Chorumgang im 17.Jh. wegen der Vielzahl der dort aufgestellten Retabel und Reliquiare genannt. Die holzgeschnitzten, vergoldeten und bemalten Reliquienschreine enthalten u.a. die Gebeine der Heiligen Viktoria und des Hilarius.
Gegenüber sind in die Wand der Krypta sieben eindrucksvolle Flachreliefs (Ende des 11.Jh.) aus Pyrenäen-Marmor eingelassen, die aus der Werkstatt von Bernardus Gelduinus stammen.

Man erkennt den Thronenden Christus mit den Evangelistensymbolen, umgeben von Engeln und Aposteln. Die obere Krypta birgt das Reliquiar des hl. Saturninus (13.Jh.), in der unteren Krypta befinden sich Schreine und Statuen von Aposteln (14.Jh.).
Besichtigung Tour des Corps-Saints et Cryptes – Juli-Sept. Mo-Sa 10-18 Uhr, So 12-18 Uhr, sonst Mo-Sa 10-11.30 und 14.30-17 Uhr, So 10-11.30 Uhr, Feiertags geschlossen) Tel. 05 61 21 70 18

Dominikanerkloster Les Jacobins

1215 hatte der hl. Dominikus als Reaktion auf die starke Verbreitung der katharischen Lehre in Fanjeaux klösterliche Gemeinschaften gegründet. Das erste Dominikanerkloster wurde 1216 in Toulouse eingerichtet; ein Jahr später ließen sich Dominikaner in Paris in einer dem hl. Jakobus geweihten Kapelle nieder, was ihnen den Namen „Jakobiner“ einbrachte.

Der 1230 begonnene Bau der Kirche und des Klosters – die erste Universität von Toulouse – wurde im 13. und 14.Jh. fortgesetzt. Im Ersten Kaiserreich wurde der Gebäudekomplex in eine Kaserne umfunktioniert und dadurch schwer verunstaltet. Die Kirche diente zu jener Zeit als Pferdestall. Die Kirche, der Kreuzgang sowie die erhaltenen Konventsgebäude, darunter die große Sakristei (kann nicht besichtigt werden), haben nach einer Restaurierung ihren ursprünglichen Zustand wiedererlangt.

Die Backsteinkirche ist ein Meisterwerk der südfranzösischen Gotik, deren Entwicklung darin bestens zum Ausdruck kommt. In der um 1340 fertiggestellten „Mutterkirche“ des Dominikanerordens wurde 1369 Thomas von Aquin bestattet. Außen fallen vor allem ihre großen Entlastungsbogen auf, die zwischen Strebepfeilern angeordnet sond und über denen Rundfenster in die Wand gebrochen wurden. Auffällig ist auch der achteckige Turm mit seinen mitraförmigen Ziergiebeln. Er diente zahlreichen anderen Glockentürmen der Gegend als Vorbild. Der Turm wurde 1298 beendet und mit der einzigen Glocke der dominikanischen Universität ausgestattet.

Das herrliche zweischiffige Langhaus wurde im Laufe der Zeit mehrmals vergrößert und erhöht. Es zeugt von der großen Bedeutung des Ordens, seinem Reichtum und seinen beiden klar definierten Aufgaben: Gottesdienst und Predigt. Auf dem Boden markieren fünf schwarze Marmorplatten sowie ein Band von ebenfalls schwarzen Kacheln den Grundriss der ersten Kirche von 1234, die rechteckig war und einen offenen Holzdachstuhl besaß. Die sieben Säulen tragen das 28 m hohe Gewölbe. Die polychrome Bemalung der Wände blieb größtenteils erhalten, somit konnten die Restauratoren die ursprüngliche Atmosphäre der Kirche wieder herstellen.

Das Nordportal öffnet sich zum Kreuzgang. Seine Zwillingssäulen sind typisch für die Gotik im Languedoc. Die Glasfenster wurden ab 1923 eingesetzt. Nur die beiden Fensterrosen der Fasse stammen noch aus dem 14.Jh. Seit den Feierlichkeiten 1974 anlässlich des siebenhundertsten Todestages von Thomas von Aquin werden die Reliquien des „Doctor angelicus“ wieder unter einem Hochaltar aus grauem Marmor aus Prouille präsentiert. Der Kapitelsaal wurde um 1300 gebaut. Zwei fein prismatische Säulen tragen das Gewölbe. Die Apsiskapelle weist heute wieder ihre ursprüngliche polychrome Ausmalung auf.

Das 1303 erbaute Große Refektorium (Speisesaal) schließt sich an die nordöstliche Ecke des Kreuzgangs an. Es handelt sich um eine große Halle mit hölzernem Dachstuhl, der auf sechs Bogen ruht. Der Saal kann nur im Rahmen von Wechselausstellungen besichtigt werden.
Öffnungszeiten: tgl. 9-19 Uhr, Führungen möglich, 1. So im Monat Eintritt frei, Tel. 05 61 22 21 92

Rathausplatz von Toulouse Place du Capitole

Dieser große Platz, beliebter Treffpunkt der Einheimischen, wird im Osten von der majestätischen Fassade des Toulouser Rathauses "Capitole" gesäumt. In der Mitte des Platzes ist das Kreuz des Languedoc eingearbeitet, das aus netzartig angelegten Bronzebändern besteht, an den Enden sind in Kreisen die zwölf Tierkreiszeichen zu sehen.

Es handelt sich um ein Werk von Raymond Moretti, der auch die 29 Bilder unter den Arkaden schuf, die auf bestimmte Epochen und Persönlichkeiten aus der Vergangenheit Bezug nehmen – von der Venus de Lespugue über Carlos Gardel bis hin zum Airbus. Die Terrassen der Brasserien am Platz locken zu einer kleinen Pause unter Einheimischen, die hier gern einkehren und einen Blick in die Zeitung werfen.

Rathaus Toulouse "Capitole"

Das Capitole ist das Rathaus von Toulouse. Sein Name leitet sich von den einst hier abgehaltenen Versammlungen der capitouls ab. Die zum Platz hin gelegene, 128 m lange Fassade stammt aus der Mitte des 18.Jh. Sie ist mit ionischen Wandpfeilern verziert und ein gutes Beispiel für jene farbige Architektur, in der ein Wechselspiel von Back- und Natursteinen geschickt genutzt wird.

Im rechten Seitenflügel befindet sich das 1995 umgebaute Theater. Über dem Renaissanceportal im Hof befindet sich eine Statue Heinrichs IV., die noch zu seinen Lebzeiten dort aufgestellt wurde. An dieser Stelle wurde 1632 der Herzog von Montmorency, der Gouverneur des Languedoc, hingerichtet. Er hatte sich an einem Aufstand gegen König Ludwig XIII. beteiligt.

Die Treppe, die Vorhalle sowie verschiedene Räume, insbesondere die den berühmten Persönlichkeiten von Toulouse gewidmete Salle des Illustres, wurden zur Zeit der Dritten Republik von Vertretern der offiziellen Kunst prachtvoll ausgemalt. Überquert man den Hof und geht dann schräg durch den Garten, gelangt man zum Donjon, einem Überrest des alten Capitols (16.Jh), das im 19.Jh. von Viollet-le-Duc restauriert wurde und heute das Fremdenverkehrsamt beherbergt.

Stadtpalais Hôtel d'Assézat

Es handelt sich hier wohl um das schönste Stadtpalais von Toulouse. Es wurde von 1555 bis 1557 für den Konsul Pierre Assézat, einen durch den Färberwaid reich gewordenen Kaufmann, nach Plänen von Nicolas Bachelier, dem größten Toulouser Architekten der Renaissance, erbaut.

Die beiden Portale sind reich verziert, das eine mit Schlangensäulen, das andere mit Kartuschen und Girlanden. Sie zeugen von der Wiederbelebung der Bildhauerkunst in der Renaissance, als man in Toulouse wieder zusammen mit den Backstein den Naturstein verwendete.

Das Palais beherbergt heute die Stiftung Bemberg und die sechs wissenschaftlichen Gesellschaften von Toulouse, darunter auch die jahrhundertealte literarische Gesellschaft Académie des Jeux floraux. Die Kunstsammlung (Fondation Bemberg), eine Stiftung des Kunstliebhabers Georges Bemberg, umfasst Gemälde, Skulpturen und Kunstobjekte von der Renaissance bis zum 20.Jh. Die alte Kunst ist im ersten Stock ausgestellt, der einen abgeschlossenen Bereich bildet. Es sind venezianische Gemälde zu sehen, flämische Malerei des 15.Jh. sowie holländische Malerei des 17.Jh.

In der Porträt-Galerie sind den Gemälden Skulpturengruppen aus dem 16.Jh. gegenübergestellt. In dem benachbarten Kabinett findet man neben italienischen Bronzearbeiten Emailarbeiten aus Limoges und Gemälde von Veronese, Tintorette und Bassano. Ein Flügel ist der Malerei, den Möbeln und dem Kunstgewerbe (speziell Porzellanarbeiten) des 18.Jh. gewidmet.

Szenenwechsel im zweiten Stock, der ganz der modernen Kunst gehört: Die Sammlung enthält neben mehreren Werken von Bonnard, die sich durch lebhafte Farbigkeit auszeichnen praktisch alle großen Namen der französischen Moderne und gibt einen Überblick über die wichtigsten Strömungen in der Malerei des ausgehenden 19. und beginnenden 20.Jh. - Impressionismus, Pointillismus, Fauvismus. Unter anderem sind folgende Künstler vertreten: Louis Valtat (Die Lektüre), Gauguin (Kopf eines jungen Bauern), Matisse, H.E. Cross, Boudin, Monet (Boote am Strand) und Dufy.

In den Gewölbesälen im Untergeschoss finden – oftmals hochinteressante – Wechselausstellungen statt. Ein Café, das von Mai bis Oktober geöffnet ist, macht das Museum noch attraktiver.
Öffnungszeiten:
Di – So 10-12.30 und 13.30-18 Uhr, Do bis 21 Uhr, 1.Jan und 25.Dez. geschl., Führung möglich
Tel. 05 61 12 06 89

Museum "Musée des Augustins"

Das Museum ist in den im 14.-15.Jh. im Stil der südfranzösischen Gotik errichteten Gebäuden des ehemaligen Augustinerklosters untergebracht (Kapitelsaal, großer und kleiner Kreuzgang). Das an der Rue d'Alsace-Lorraine stehende Gebäude ist ein Erweiterungsbau von Darcy aus dem 19.Jh. nach Plänen von Viollet-le-Duc.

In dem ausgesprochen schönen großen Kreuzgang aus dem 14.Jh. sind eine interessante Sammlung frühchristlicher Steindenkmäler zusammengetragen wie auch einige gotische Wasserspeier der Église des Cordeliers (Südseite). Der Ostflügel umfasst die Sakristei, die Kapelle Notre-Dame de Pitié und den Kapitelsaal.

Die im Westflügel gezeigten wunderschönen romanischen Skulpturen sind ohne jeden Zweifel die Hauptstücke des Museums. Sie stammen größtenteils aus dem Kreuzgang der Abtei St-Sernin, dem Kloster Notre-Dame-de-la-Daurade und den Gebäuden des Kapitels von St-Étienne. Besondere Beachtung verdienen die Kapitelle mit Darstellungen der Klugen und der Törichten Jungfrauen, der Geschichte Hiobs sowie des Todes Johannes´ des Täufers, das dem großem Meister der romanischen Skulptur, Gilabertus, zugeschrieben wird.

Im ersten Stockwerk befindet sich eine kuriose Gemäldegalerie mit französischen Werken des 19.Jh., darunter auch der Salon rouge, der in seiner Präsentation an die Museen jenes Jahrhunderts erinnert: An den Wänden befinden sich jeweils zahlreiche Gemälde, einige davon hängen ausgesprochen hoch. Zahlreiche Werke stammen von Künstlern aus Toulouse, darunter Jean-Paul Laurens (1838-1921) und Henri Martin (1860-1943), außerdem werden Gemälde von Corot, Gros, Courbert, Isabey, Benjamin-Constant und Delacroix gezeigt. Auch das späte 19.Jh. ist mit Toulouse-Lautrec, Vuillard und Manguin vertreten.
Der Salon brun ist Toulouser Malern des 17.-18.Jh. Gewidmet. Im Salon vert schließlich findet sich französische Malerei derselben Epoche: Philippe de Champaigne, Largillière, Oudry usw.

Nach der Besichtigung des Museums bietet es sich an, in den Kreuzgang zurückzukehren, wo verschiedene Kloster- und Abteigärten nach mittelalterlichen Vorbildern angelegt wurden. Vor dort bietet sich auch ein reizvoller Blick auf den Glockenturm und das Langhaus der ehemaligen Augustinerkirche.

Öffnungszeiten:
tgl. 10-18 Uhr, Mi bis 21 Uhr, 1.Jan., 1.Mai, 25.Dez. Geschlossen, 1. So im Monat freier Eintritt, Führungen werden angeboten (ca. 1 ½ Std.)
Tel. 05 61 22 21 82

Foto: VoyageMedia für Südfrankreich-Netz.de

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