Bouillabaisse Die Bouillabaisse ist das Sinnbild für traditionelle okzitanische Küche: Zutaten der Region, Gewürze wie Safran und traditionelle Zubereitung machen aus einem okzitanischen Essen eine südfranzösische Spezialität für Genisser und Feinschmecker

Okzitanische Küche in Südfrankreich

Die Okzitanische Küche, auch „Cuisine occitane“ oder „Cuisine de Pays d’Oc“ genannt, gilt als die traditionelle Küche in Südfrankreich. Mit „Pays d’Oc“ meint man in Südfrankreich nicht das Okzitanien, das allgemein als das Abendland verstanden wird, sondern eben den Süden Frankreichs mit all seinen unterschiedlichen Regionen von den Alpen bis zu den Pyrenäen.
Okzitanische Gerichte gleichen deshalb oft den kulinarischen Spezialitäten der südfranzösischen Küche, die ihrerseits die Küche der Provence und der französischen Alpen, die Küche im Languedoc-Rousillion, teilweise baskische und katalanische Küche, die Küche des Perigord und der Südfrankreich-Regionen Ariege, Tarn, Gironde, Ardeche sowie zahlreiche weitere lokale und regionale, traditionelle Kücheneinflüsse miteinander verbindet oder auf ihnen aufbaut.
Okzitanische Küche - TruffadeOkzitanisch kochen bedeutet meist, mit ausschliesslich regionalen Produkten und einfachen Zubereitungsformen bodenständige, je nach Region leichte oder gehaltvolle Suppen, Salate, Aufläufe oder Eintöpfe, Schmor-oder Braten-Rezepte, Fischgerichte, Backwaren oder Desserts herzustellen. Manche Küchentradition in der okzitianische Küche wird dafür neu belebt oder mit viel Aufwand fortgeführt – die alte Küche aus Frankreichs südlichen Regionen und Provinzen soll möglichst unverändert erhalten oder neu entdeckt werden.

Bild: Traditionelle Herstellung einer "Tuffade", ein sehr gehaltvolles traditionelles Gericht aus Kartoffeln undngeschmolzenem Käse (Wikimedia - Autor: unbekannt)

Geradezu wohltuend ist die „Küche des Okzident“ im Süden Frankreichs für Feinschmecker, die echte, wahre und unverfälschte Kochkunst ohne künstliche Zusatz- oder Inhaltsstoffe wie etwa Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Trennmittel, Gelier- oder Rieselhilfen für Meersalz und andere „Wohltaten“ der Nahrungsmittelindustrie zu schätzen wissen, ist das süd-französische Schlemmerparadies Okzitanien ein Hort der Küchenkultur.
Crepes - auch die beliebten Teigfladen sind süss oder herzhaft beliebt Bild: Selbst Fladen aus einfachem Teig wie Crepes oder Pissaladiere sind uralte, aus okzitanischer Tradition bekannte Alltags-Gerichte (Quelle: VoyageMedia / Südfrankreich-Netz.de)

Viele nutzen im Urlaub in Südfrankreich die Möglichkeit, Urlaubstage oder Ferien mit Wein lesen oder Trauben stampfen, im Weinberg oder auf dem Feld arbeiten, selber Brot backen oder kochen und zumindest nach Herzenslust Wochenmärkte in Südfrankreich zu besuchen und all die vielen Produkte und Köstlichkeiten zu probieren, die das Land hergibt. Sie schwelgen zwischen dem Duft der Kräuter der Provence und dem feinen Safran-Aroma der echten Bouillabaisse, zwischen dem schweren erdigen Aroma frischer Trüffel und den feinen Geschmacksnuancen der Weine und Liköre aus Südfrankreich, zwischen dem Geruch knusprig gegrillter Fische und dem eines reifen Roquefort-Käses…
Man kann die Okzitanische Küche durchaus als die Grundlage für die heutige südfranzösische Küche bezeichnen. Eine Küche, die heimatverbunden und authentisch ist, ohne sich neuen, fremdländischen oder zeitgemässen Einflüssen zu verschliessen. Gut essen an sich ist Grund genug für einen Urlaub in Südfrankreich, meinen zumindest viele tausend Urlauber, die jedes Jahr an die Cote d’Azur, die Cote d’Argent, ins Massif Central oder ins Rhonetal und die Camargue in Südfrankreich fahren…

Foto: VoyageMedia / suedfrankreich-netz.de

Okzitanisch

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