Golfurlaub in Südfrankreich mit Nichtgolfern
Ein Golfurlaub in Südfrankreich muss nicht bedeuten, dass alle Mitreisenden Golf spielen. Für Paare, Freunde oder Familien mit unterschiedlichen Interessen ist ein gemeinsamer Standort oft die wichtigste Entscheidung. Empfehlenswert ist ein Reiseplan, der ausdrücklich zwischen Golftagen, gemeinsamer Zeit und eigenständigen Unternehmungen unterscheidet. Wer nicht spielt, sollte den Urlaub nicht ausschließlich nach den Startzeiten anderer ausrichten müssen.
Den Standort gemeinsam auswählen
Vor der Unterkunftsbuchung hilft eine einfache Gegenüberstellung: Welche Plätze möchte der Golfspieler erreichen, und was möchten die anderen währenddessen unternehmen? Ein Ausflug, ein ruhiger Vormittag oder Zeit am Urlaubsort sind verschiedene Wünsche. Dabei sollte niemand aus der Bezeichnung Golfhotel auf ein bestimmtes Freizeitangebot schließen. Bei Golfhotels und Golfclubs gehören die tatsächlich gewünschten Leistungen ausdrücklich in die Auswahl.
Besonders wichtig ist die Mobilität. Falls nur ein Auto zur Verfügung steht, sollte dessen Nutzung nicht erst am Morgen der ersten Runde geklärt werden. Denkbar sind getrennte Anfahrten, ein gemeinsam vereinbarter Treffpunkt oder ein Unterkunftsstandort, an dem die nicht spielenden Personen ihre eigenen Pläne umsetzen können. Welche Lösung passt, hängt von der konkreten Unterkunft und den vorgesehenen Wegen ab; eine allgemeine Zusage kurzer Entfernungen wäre dafür ungeeignet.
Wenige feste Golftermine statt täglicher Abstimmung
Eine mögliche Aufteilung sind einzelne fest vereinbarte Golftermine und bewusst freigehaltene gemeinsame Tage. Für die regionalen Überlegungen können die Golfclubs in Aquitanien oder die Golfclubs in Provence-Alpes-Côte d’Azur als Ausgangspunkte dienen. Die Auswahl sollte zum gemeinsamen Reisegebiet passen, nicht umgekehrt den gesamten Urlaub in eine Reihe von Platzwechseln verwandeln.
In die Tagesplanung gehören neben der Runde auch Anfahrt und Vorbereitung. Für eine anschließende gemeinsame Unternehmung ist ein großzügiger Zeitrahmen sinnvoller als ein enges Anschlussprogramm. Konkrete Zusagen über die Dauer einer Runde sollten nicht zur Grundlage einer wichtigen Anschlussbuchung werden. Ebenso lohnt es sich, für geänderte persönliche Pläne vorab eine unkomplizierte Alternative zu vereinbaren.
Schnuppern ist eine Möglichkeit, keine Pflicht
Wer selbst neugierig auf Golf ist, kann nach einem Einstiegskurs fragen. Die ffgolf nennt dafür Einzel- und Gruppenunterricht sowie Einführungsstages. Ein solcher Versuch sollte freiwillig bleiben und ist nicht gleichbedeutend mit selbstständigem Spiel auf jedem Platz. Der Club bestimmt seine Zugangsbedingungen. Für Personen ohne Golfinteresse ist ein eigenes Programm ebenso berechtigt wie gemeinsamer Unterricht für Interessierte.
Zum Schluss hilft ein getrenntes Budget für Unterkunft, gemeinsame Aktivitäten und Golf. Greenfees oder Unterricht sollten nicht stillschweigend als Leistungen für alle Reisenden gelten. So bleibt erkennbar, welche Kosten gemeinsam entstehen und welche zur persönlichen Freizeitgestaltung gehören.