Weinbaugebiet Armagnac

Das Weinanbau-Gebiet Armagnac, ein Gebiet im Südwesten in Frankreich und somit auch Teil der Weinregion Sud-Ouest hat fast die Form eines Wein-Blattes.

Die Armagnac-Regionen in Bas-Armagnac und Haut-Armagnac umfassen 15 000 ha in den Südfrankreich-Regionen Gers, Landes und Lot-et-Garonne, von denen 3700 Hektar Reben für die Herstellung von Edelweinbrand des Typs Armagnac zugelassen sind.

Armagnac – klein aber sehr fein

Während andere weltweit bekannte Weine und Weinbrände schnell zu einer industriellen Grossproduktion mit all ihren Auswirkungen führten, hat sich die Weinbauregion Armagnac den Charme von Ursprünglichkeit, Authentizität und erstklassigem Handwerk bewahren können.

Klima im Weinbaugebiet Armagnac

Das gemäßigte, sonnenreiche Klima wirkt sanft in die Weinberge. Der ozeanische Einfluss prägt den Charakter der Armagnac-Weine ebenso, wie der Wald der Landes-Region ihn veredelt. Während die ersten mediterranen Einflüssen im Osten der Appellation mit dem Südwind zu spüren sind, erhält das Armagnac-Gebiet eine fast einzigartige Aromen-Struktur mit vergleichsweise zurückhaltenden Mineralien im Körper und einem Bukett zwischen Meeresbrise und Pinienduft.

Das Klima und die nahe Küste "Cote d'Argent" mit ihren ewig langen Sandstränden machen die Region auch zum höchst gefragten Ferienziel in Südfrankreich, wo Urlauber-Orte wie Mimizan-Plage, Biscarosse, Capbreton oder Hossegor jedes Jahr zigtausende Touristen begrüssen und wo ein guter Armagnac im Südfrankreich-Urlaub oft schon der Beginn einer grossen Leidenschaft wurde.

Ursprünge des Armagnac

Das "Wasser, das brennt" (eau qui brûle), wurde der erste im Armagnac-Gebiet destillierte Branntwein genannt. Der Begriff „Feuerwasser“, der später in vielen Indianerfilmen und Western für Whiskey benutzt wurde, stammt daher.

Die Branntwein-Herstellung in der Weinbau-Region Armagnac, die hier seit dem 14. Jahrhundert übrlich wurde, brachte so den ersten gebrannten Wein hervor: Armagnac ist das älteste „eau-de-vie“ (Lebenswasser) in ganz Frankreich. Beschrieben sind die Ursprünge der Armagnac-Herstellung in Südfrankreich in einem Buch von Vital Dufour, einem Priester in Eauze und Saint-Mont, der zugleich auch Arzt war.

Aufstieg, Krisen und Gegenwart in Armagnac

Hätte man damals Shooting-Stars der Wirtschaft gekannt, wäre das Gebiet rund um Armagnac wohl eine Art „Sillikon Valley“ des Weinbaus geworden. Durch geschicktes Marketing holländischer Kaufleute und glückliche Umstände war der Aufstieg der Weindestillation von Armagnac-Trauben nicht aufzuhalten.

So konnten die Mächtigen im Bordelais, die das Monopol für den Transport von Wein auf dem Fluss Garonne innehatten, den Transport und Verkauf des hochprozentigen Armagnac-Weinbrands nicht verhindern. Als man ausserdem begann, den Weinbrand in Eichenfässern zu lagern um Produktionsschwankungen auszugleichen, war man fasziniert von der Farbe und den Aromen, die der Armagnac nach seiner Fasslagerung hinzugewonnen hatte. Schnell wurde das Armagnac-Brennen nach der Weinernte und die anschliessende Lagerung zur Herstellungs-Norm und es entstanden bis heute gültige Vorschriften für Produktion, Lagerung und Qualitätsstufen von Armagnac.

Nach der Reblaus-Krise im Jahr 1878, als grosse Rebflächen vernichtet wurden, begann man im Weinbaugebiet Armagnac zunächst nur auf einem Viertel der Fläche erneut mit der Wein-Kultivierung. Heute werden 6 Millionen Flaschen Armagnac jährlich produziert und in über 130 Länder exportiert.

Trauben / Rebsorten für Armagnac

Unter den zehn Rebsorten die in der Weinbau-Region Armagnac erlaubt sind, finden sich die Sorten Clairette de Gascogne, Jurançon blanc, Plant de graisse, Meslier Saint-François oder auch Mauzac weiss und rosé. Letztendlich werden in der Hauptsache aber vier Rebsorten verwendet.

Die Sorte Folle Blanche (piquepoult) dominierte die Appellation vor der Reblaus-Krise,, sie produziert feine und elegante, oft florale Aromen und wird vor allem bei jungen Armagnac verwendet.

Ugni Blanc ist die Destillations-Traube par excellence. Kräftiger Körper, gute Erträge und konstante Säuren für Weine Weine mit niedrigem Alkoholgehalt. Sie wird vom Winzer in Armagnac gern in der „Montage“ seiner Armagnac-Weinbrände verwendet.

Die Baco 22 Hybrid ist die einzige original französische rebensorte, die im Weinberg übriggeblieben ist. Gekreuzt mit der amerikanischen Spezies Vitis Vinifera mit guter Resistenz gegen die Blattlaus gibt Baco 22 gibt dem Destillat Aromen von reifen Früchten, vor allem nach einer langen Alterung auch Rundheit und Geschmeidigkeit . Die gelbbraunen Sandflächen in Bas-Armagnac sind offensichtlich günstig für die Weinreben.

Colombard, vorwiegend in der Gascogne kultiviert, erbringt aromatische Trauben, die fruchtige und würzige Aromen bei der „Montage“ von Armagnac einbringen.

Böden im Weinabugebiet Armagnac

Die Armagnac-Appellation umfasst drei große Böden. Im Westen der Bas-Armagnac, in den Landes und Gers um Eauze, wo der wohl berühmteste Weinbrand zu finden ist, bringen relativ arme, lehmige Böden besonders fruchtige und zarte in einer sanften Hügellandschaft hervor. Etwa in der Mitte des Gebietes bei Armagnac-Ténarèze, im nordwestlichen Gers, um Condom, und südlich von Lot-et-Garonne sind Lehm und Kalkstein dominierend. Die Armagnacs von hier sind in der Regel vollmundiger als die Bas-Armagnac und erreichen ihren Höhepunkt nach einer langen Alterung.

Im Süden und Osten, um Lectoure und Auch in Haut-Armagnac befindet sich zwar die größere Fläche mit hauptsächlich Kalkstein und Ton-Kalkböden, aber die Reben von hier sind nur zu 5% am Armagnac-Ertrag beteiligt.

Foto: VoyageMedia für Südfrankreich-Netz.de

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