Die Chapelle de Baroille war früher die wichtigste Pfarrkirche der Gemeinde.
Kultur und Geschichte
Die heutige Chapelle de Baroille wurde nach ihrer teilweisen Zerstörung um 1850 wiederaufgebaut. Sie ist geschlossen; der sie umgebende Garten kann ganzjährig betreten werden. Das Gelände der Chapelle de Baroille ist selbstständig mit dem Rollstuhl zugänglich.
Seit dem 12. Jahrhundert fand am 8. September jährlich eine Wallfahrt zu Notre-Dame de Baroille statt; die Wallfahrten wurden bis 1952 fortgeführt und 1997 wieder aufgenommen.
Die polychrome, reliefierte Bleistatue der Jungfrau von Baroille aus dem 12. Jahrhundert wurde an den Louvre verkauft und im Pavillon Richelieu ausgestellt.
In Saint-Georges-de-Baroille waren einst etwa 25 Töpferwerkstätten entlang des lokalen Lehmvorkommens in Betrieb. Die historischen Töpferwerkstätten stellten Haushaltswaren wie Töpfe, Teller, Milchsatten und Schüsseln her. In Saint-Georges-de-Baroille wurden aus lokal unterschiedlich gefärbten Lehmen durch das Übereinanderschichten der Erdarten stark dekorativ wirkende Vasen hergestellt.
Das Viaduc de Chessieux ist S-förmig, 272,7 Meter lang und 27,4 Meter hoch und besteht aus zwölf Rundbogenöffnungen mit jeweils 20 Metern Spannweite.
Wer Saint-Georges-de-Baroille wegen der Chapelle de Baroille, des Viaduc de Chessieux oder des Rundwanderwegs Le Bois des Ardilliers besucht, kann dafür ein Hotel buchen.
Natur und Wege
Beim Rundwanderweg Le Bois des Ardilliers sind 59 Prozent der Wege nicht befestigt. Die Wanderung Le Bois des Ardilliers führt durch einen für die Ebene des Forez charakteristischen Eichenwald.
Auf dem Rückweg nach Saint-Georges-de-Baroille folgt die Route zunächst dem Lauf der Aix und anschließend dem Lauf der Loire. Zeitweilige Tümpel und feuchte Gräben im Bereich von Le Bois des Ardilliers bieten Lebensraum für Arten wie den Fadenmolch und den Springfrosch.