Clonas-sur-Varèze: Villa de Licinius und Plateau de Louze
Unter dem heutigen Ortskern von Clonas-sur-Varèze lokalisierten archäologische Ausgrabungen die gallorömische Villa de Licinius. Ihre Wandmalerei und ein großes Mosaik werden in einem von der Gemeinde 2007 errichteten Gebäude ausgestellt. Im Gebäude werden damit Wandmalerei, Mosaik und archäologische Überreste gemeinsam präsentiert. Im musealen Bereich der Villa de Licinius werden heute außerdem das von den Ateliers von Saint-Romain-en-Gal sorgfältig restaurierte Mosaik und die ausgegrabenen archäologischen Überreste öffentlich präsentiert.
Kultur
Das Mosaik des Gottes Océan wurde im August 1996 entdeckt und stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Damit steht in Clonas-sur-Varèze ein konkretes Zeugnis gallorömischer Kunst neben den archäologischen Überresten der Villa. Das Mosaik ergänzt die Wandmalerei, die ebenfalls in dem 2007 errichteten Gebäude zu sehen ist.
Zur sakralen Kunst gehört das Gemälde „Sainte Marguerite“. Es ist seit dem 14. Juni 2007 als bewegliches Kulturobjekt eingetragen und zeigt die stehende Heilige vor einer felsigen Landschaft, mit einem Drachen zu ihren Füßen. Ebenfalls seit dem 14. Juni 2007 als bewegliches Kulturobjekt eingetragen ist das Ziborium in der Sakristei der Église Sainte-Marguerite. Gallorömische Archäologie, die figürliche Darstellung der Heiligen und das liturgische Gefäß stehen damit an unterschiedlichen Schauplätzen der Kulturgeschichte von Clonas-sur-Varèze.
Erlebnisse
Die Villa de Licinius bietet freie oder geführte Besichtigungen. Zum Veranstaltungsangebot gehören außerdem Konzerte im Rahmen von „Allées chantent“ sowie pädagogische Workshops für Grundschule, collège und lycée. Gemeinde, Association Janus und Vereine des Dorfes feierten den 30. Jahrestag der Entdeckung des Mosaiks mit einer gallorömischen Feier. Die Fundgeschichte ist dadurch nicht nur mit dem Ausstellungsgebäude, sondern auch mit einer öffentlichen Veranstaltung verbunden.
Landschaft
Clonas-sur-Varèze liegt an einem nach Westen ausgerichteten Hang. Dieser verbindet im Osten das Plateau de Louze auf 250 Metern mit der Schwemmlandebene am linken Rhône-Ufer auf 160 Metern. Der Höhenunterschied und die beiden Landschaftsräume gehören zur geografischen Einordnung des Ortes: Auf der einen Seite steht das Plateau de Louze, auf der anderen die tiefer gelegene Ebene am Flussufer.
Der Rundweg Le Plateau de Louze beginnt am Rathausplatz von Clonas-sur-Varèze. Das Plateau de Louze ist zugleich Teil des Namens des Rundwegs.
Umfeld
In der Umgebung von Clonas-sur-Varèze liegen mehrere Berge: Mont Monnet, Les Trois Dents, La Chaux de Toureyre und La Chaux de l'Égalet. Außerdem befindet sich dort die Ancienne église de Saint-Ferréol, ein Denkmal. Die genannten Ziele verteilen sich damit auf natürliche Erhebungen und ein historisches Bauwerk im nahen Umfeld von Clonas-sur-Varèze.
Im weiteren regionalen Umfeld liegen das Château de Châteauneuf als Ruine und La Tour d'Albon als Denkmal.
Weitere Orte: Montalieu-Vercieu, La Verpillière, Auberives-Sur-Varèze, Vaujany, Saint-Étienne-De-Saint-Geoirs, Gières, La Forteresse, Lans-En-Vercors
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