Ners liegt an der Voie Régordane, einem alten keltischen Weg, der später von den Römern als Verbindung zwischen Saint-Gilles und Le Puy-en-Velay ausgebaut wurde. Wer Ners als Reiseziel ins Auge fasst, möchte möglicherweise ein Hotel buchen.
Kultur und Geschichte
Das Château de Ners wurde 1480 unter Louis XI. verändert und hat seine bossierten Mauern bewahrt. In Ners kann man noch einen Wachturm aus dem 12. Jahrhundert bewundern. Die Kirche Saint Sauveur entstand am Fuß des Hügels von Ners an der Stelle, an der eine Quelle entsprang.
Ners war historisch eine Fährstelle am Gardon, an der Händler, Pilger, Kreuzfahrer und Bewaffnete den Fluss überquerten. Seit dem 12. Jahrhundert wurde dafür eine Maut namens „néré“ erhoben. Im Ortsbild gibt es große Wohnhäuser, die auf ehemaligen Magnaneries, also Seidenraupenzuchtbetrieben, errichtet wurden. Dazu kommen zahlreiche gewölbte Durchgänge und zahlreiche Verbindungsstege zwischen den Häusern.
Der Pont de Ners war die erste steinerne Brücke des Dorfes. Er wurde genutzt, um Steinkohle aus dem Cévennenbecken zu den Häfen an der Rhône zu transportieren. Der Pont de Ners ist ein fast 230 Meter langes kombiniertes Viadukt aus einer Straße und einer zweigleisigen Eisenbahnstrecke. Die Hügel von Ners werden außerdem durch einen Tunnel durchquert.
Landschaft
Die Landschaften von Ners umfassen Weinberge, bewaldete Hänge, Gemüseanbauflächen und Obstgärten; in der Ferne zeichnet sich die markante Silhouette der Cevennenberge ab. Die Quelle Guillaumet in Ners ist kanalisiert. Der Canalet ermöglicht die Bewässerung von Familiengärten in Ners.
Wege und Wasser
Der Fernwanderweg GR 700 verläuft durch Ners entlang der ehemaligen Voie Régordane. Der Fernwanderweg GR6 führt durch Ners. Der Gardon bietet in Ners unter der Brücke, an seinen Ufern und auf seiner Staumauer Möglichkeiten zum Angeln.
Weitere Ziele: La Vernarède, Estézargues, Molières-Sur-Cèze, Saint-Privat-De-Champclos, Tharaux, Aigremont, Saint-Jean-du-Pin, Saint-Dézéry