Camargue-Pferde

Camargue-Pferde - Weisse wilde Pferde in romantischer Landschaft in Südfrankreich.

Um sich in die weissen Pferde der Camargue zu verlieben, genügt ein Bild

Das Bild dieser stolzen, robusten Pferdeschönheiten inmitten der herrlichen Naturlandschaft der südfranzösischen Camargue geht einem nicht mehr aus dem Kopf.

Die helle Mähne weht im warmen Wind, sobald eines der Tiere den Kopf hebt…

Seit Jahrhunderten ist die Rasse weitgehend abgeschlossen von fremden Einflüssen in den Sümpfen der Camargue (Rhône- Delta) und in den Schotterebenen der Crau zu Hause und lebt in weitestgehender Freiheit.

Ein herrlicher, unvergesslicher Anblick sind die Pferde, wenn sie allein oder in kleinen Herden die raue, wasserreiche Landschaft im Süden Frankreichs durchstreifen.

Fast schon schade, wenn man das Schicksal einiger Artgenossen als Reitpferde für die so genannten „Ballades au cheval“, die Reitausflüge für die Urlauber, mit ansehen muss. Stundenlang werden die zumeist unerfahrenen Freizeit-Reiter unter den Urlaubern in immer neuen Runden durch die Wege und Pfade der Camargue getragen.

Genau das zeichnet das Camargue-Pferd jedoch aus:

Ruhig und sicher tritt es auf, erledigt seine Aufgaben ohne Anzeichen von Nervosität oder Erschöpfung. Schon Julius Cäsar war von der Leistungsfähigkeit der Camargue-Pferde, die zu den ältesten Pferderassen überhaupt gehören, sehr angetan.

Die Pferde in der Camargue werden nicht als Schimmel geboren. Die Fohlen der amargue-Pferde werden teilweise dunkel braun oder auch schwarz geboren. Manche Jungpferde bekommen erst im zehnten Lebensjahr die endgültige helle Farbe.

Die Fellfärbung der Camargue-Pferde wurde durch ihre Anpassung an ihre Heimat (Sümpfe der Camargue) bestimmt. Das helle, fast weisse Fell reflektiert die Sonnenstrahlen und dient ebenso als Schutz vor den zahlreichen Mücken.

Mit ihrer guten Gurttiefe und die einheitliche Rückenlinie der Camargue.Pferde können die Reiter denselben Sattel auf allen Pferden verwenden. Die Ausdauer, die grosse Wetterresistenz und die Ruhe der weissen Pferde prädestenieren sie als Reitpferd.

Die zahlreichen flachen Lagunen und Wasserstellen in der Landschaft der Camargue betreten die Pferde ebenfalls ohne jede Scheu. Sie können ihre grossen Nüstern soger schliessen, wenn sie trinken.

Die Gardians, die französischen Viehhirten, nutzten die Camarguepferde lange Zeit beim Hüten ihrer schwarzen Rinder und der halbwilden Stiere, einem weiteren Symbol der Camargue.

Für die Arbeit der Hirten war ein waches und schnell reagierendes Pferd notwendig, das furchtlos gegenüber den teilweise aggressiven Rindern auftritt, ohne leichtsinnig zu sein.

Besondere Aufmerksamkeit erfahren die schönen Pferde, wenn in der Camargue ein Fest stattfindet, zu dem die Gardiens sie herausputzen und zu Stierkämpfen wie der „Course Camarguaise“ und zur Wallfahrt der Zigeuner in Saintes-Maries-de-la-Mer vor tausenden Besuchern reiten.

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