Die Riou - Inseln

Insel Riou Die Riou Inseln in der Bucht von Marseille (Insel Riou Archipel)

Die Inseln Riou in der Bucht von Marseille (Insel Riou Archipel)

Riou Archipel (Les Iles de Riou)

Das Riou-Archipel mit der Insel Riou und weiteren ist eine Inselgruppe im Mittelmeer in der Bucht von Marseille in Südfrankreich.

Die französischen Mittelmeerinseln des Archipels gehören ebenso wie Marseille selbst zum französischen Departement Var.

Die Inselgruppe entstand in vorgeschichtlicher Zeit. Mit der allmählichen Erderwärmung kam es zu einem Anstieg des Meeresspiegels auch im Mittelmeer. Dabei flutete das Meer die weiten Flächen zu Füßen des heutigen Bergmassivs Marseilleveyre.

Heute steht das Riou Archipel mit den Inseln Ile Riou, l'île de Jarre, l'île Calseraigne (Ile Planier dt: Ebene Insel), Île de Maïre und zahlreichen weiteren (Jarron, le petit et le Grand-Congloué, Moyade, les Moyadons und Empereurs unter Naturschutz.

Die Inseln der Inselgruppe Riou wurden ein Paradies für die örtliche Möwenspezies „Gabian“ und ein Eldorado für Taucher. Zeit und Natur scheinen hier Hand in Hand gearbeitet zu haben, um ein wahres Unterwasserparadies zu schaffen. Entdecken Sie dieses auf der Welt einmalige Tauchrevier.

Die Insel Riou (Ile Riou)

Die Hauptinsel des bekannten Riou-Archipels in Südfrankreich ist die Insel Riou, die von der Meeresseite nicht zu erreichende Insel ist auch die grösste der Riou-Inselgruppe. Die Küste der Insel zeigt ein wildes Durcheinander steil aufsteigender und zerklüfteter Felsen.

Vom „Massiv Marseilleveyre“ her ist die Insel an verschiedenen Stellen für leichte Boote zugänglich. Die Calanque Monasterio ist der am häufigsten genutzte Landepunkt der Insel, da sie über einen Landungssteg verfügt. Der Strand der Insel Riou steht voller Tamarisken, den einzigen Bäumen, die auf dieser südfranzösischen Insel wachsen.

Vom höchsten Punkt der Insel bietet sich aus 190 Metern über dem Meeresspiegel ein fantastischer Ausblick auf die Calanques, bis hinüber zur Küste der Camargue zur französischen Hafenstadt La Ciotat. Die Riou-Insel war seit der frühen Steinzeit nachweislich von Fischern und Muschelsammlern bewohnt, ist jedoch heute der Natur überlassen und kann über mehrere Wege erkundschaftet werden.

Auf einer Inselanhöhe existieren noch Ruinen eines Wachpostens aus dem 12. Jahrhundert, der gemeinsam mit dem Wachposten auf dem Gipfel des Marseilleveyre-Massivs zum Schutz der Insulaner vor Überfällen durch die Barbaren diente.
Nicht weit von Riou entfernt liegen zwei kleinere Inseln, die den Meeresarchäologen auf der ganzen Welt ein Begriff sind:

Die kleine und große Insel Congloué (le petit et le Grand-Congloué)

Faszinierendes unter Wasser: 1952 geht das bekannte Forschungsschiff "Calypso" des Kapitäns Cousteau vor der großen Congloué-Insel im südfranzösischen Mittelmeer bei Marseille vor Anker. Nach 5 Tauchgängen entdecken Cousteaus Mitarbeiter das berühmteste römische Schiffswrack der Welt, mit einer teilweise erhaltenen Ladung aus Weinamphoren und 7 000 Stück Geschirr.

Dieser unglaubliche Fund stellt im Zusammenhang mit weiteren Wracks, die später rund um die Inseln entdeckt wurden, einen sensationellen Schatz dar. Die französische Meeresarchäologieforschung ist auch wegen solcher Funde in Marseille im Departement Var beheimatet. Das französische Institut für Meeresarchäologie hat den Turm des Forts Saint Jean als Sitz gewählt.

Die Insel Jarre (Ile Jarre)

Die Insel Jarre, die vor dem Marseilleveyre-Massiv liegt, bildet mit den Nachbarinseln seit über 2000 Jahren einen der ältesten natürlichen Ankerplätze für Handelsschiffe im Mittelmeer.

An diesem Platz wurde 1720 nach aktuellen Forschungsergebnissen das mit kostbaren Stoffen beladene, aus Smyrna kommende Schiff „Le Grand Saint Antoine“ verbrannt und gesunken, nachdem es die Pest nach Marseille und weite Teile Südfrankreichs gebracht hatte.

Außer der Insel Jarre gab es noch zwei weitere so genannte „Quarantäneinseln“ für Schiffe, die aus fremden Ländern in den Hafen von Marseille einfahren wollten: Die Nachbarinseln von Jarre, Pomègues und Ratoneau des nahe liegenden Insel-Archipels Frioul.

Die Insel Maïre (Ile Maïre)

Am südlichen Ende der Bucht von Marseille liegt die Insel Maïre mit ihren steil aufsteigenden Felsen gegenüber dem Cap Croisette. Insel Maïre ist heute eine unbewohnte südfranzösische Mittelmeerinsel. Grabungen auf der Insel Maïre im Jahr 1903 haben nachgewiesen, dass hier Steinzeitmenschen in der Region der Cote d’Azur gelebt haben.

Um 1920 wurde auf der Insel eine photoelektrische Station von der Marine und dem Militär unterhalten. Während des zweiten Weltkriegs ließ die deutsche Armee von Italienern Wehranlagen, von denen noch immer ein Turm existiert, auf der beeindruckenden Insel bauen.
Der Gipfel dieser Insel bietet man einen atemberaubenden Blick auf die Calanques, die gesamte Küste und die mystischen Zwillingsfelsen Les Farillons, die in der Geschichte der Mittelmeer-Seefahrt unzähligen Schiffen zum Verhängnis geworden sind. Zu Füßen der Insel zeigt die faszinierende Unterwasserwelt des Mittelmeers eine farbenprächtige maritime Fauna und Flora.

Die Insel Planier (Ile Planier)

Dem ersten Leuchtturm auf der Insel Planier, der bereits im frühen Mittelalter auf der 15 km vom Alten Hafen (Vieux Port de Marseille) entfernten Insel errichtet wurde, folgten im Laufe der Zeit fünf weitere. Als Orientierungspunkt für die Schifffahrt im Mittelmeerraum und als wachsamer Schutz vor Piraten und Überfällen zu warnen war die wichtige Aufgabe.

Immerhin ging es bei Marseille schon früh um den größten und wichtigsten Hafen im Mittelmeer. Ferienwohnungen und Ferienhäuser Marseille und in den schönen Orten der Umgebung bieten die Möglichkeit zu schönen Bootstouren und Schiffsrundfahrten im Urlaubb in Südfrankreich in die Region.

Der heutige Leuchtturm wurde im Jahr 1959 erbaut und ist das höchste Bauwerk der Küstenregion. Mit seinem Leuchtfeuer in 68 Metern Höhe über der wogenden See überragt der Leuchtturm der Ile Planier das 3 ha große Eiland. Strahlend weiss, aus Steinen aus Cassis erbaut, die über Jahrzehnte hin im Sonnenlicht strahlen, ist der Leutturm der Insel Planier bis heute in Betrieb, auch wenn seit 1992 kein Leuchtturmwärter mehr benötigt wird.

Die exponierte Lage der Insel Planier (Ile Planier) mitten im Golf de Lion bietet Tauchsportlern und Unterwasserfans hervorragende Bedingungen zum Tauchen. Besonders Wracktaucher fahren regelmässig in das Tauchrevier der Iles Riou: 
Rund um die Insel sind 7 Wracks und deren Reste verstreut. Sehr bekannt in Tauerkreisen die Wracks der Chaouen, einer Dalton und das Wrack einer Messerschmitt 109. Im Bereich bis 60 m Tiefe liegt noch ein Wasserflugzeug, die "Le Latécoère" sowie die Reste der in 1947 zerschellten Middlebury Victory. Etwa 300m südwestlich der Insel Planier liegt noch ein selten betauchtes Amphorenwrack.

Foto: alex simon

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