Canal de la Robine

Canal de la Robine Der Canal de la Robine liegt direkt in der wunderschönen alten Stadt Narbonne und prägt das Gesicht der Stadt

Canal de la Robine

Der Canal de la Robine ist ein Schifffahrtskanal in der französischen Region Languedoc-Roussillon in Südfrankreich, der etwas weniger bekannt ist als der weltberühmte Canal du Midi, mit dem er über den Canal de Jonction verbunden ist. Hausboot-Urlaub in Südfrankreich hat Touren und Anlegestellen am dem Kanal de la Robine und auf dem Canal de Midi oft im Tourprogramm.

Von Moussoulens an der Aude verläft der Canal de la Robine bis nach Port-la-Nouvelle an der Mittelmeerküste, hier mündet er nach nur 32 Kilometern in das Mittelmeer. Der Höhenunterschied des Canal de la Robine zwischen dem Aude-Tal und der Meeresmündung beträgt nur rund neun Meter. Am Kanal wurden daher sechs Schleusen errichtet, um den Höhenunterschied des Kanals für Schiffe, vor allem Hausboote, zu überwinden. Die bekannteste Stadt am Canal de la Robine ist die südfranzösische Stadt Narbonne - hier flaniert man gern an den blumengesäumten Ufern des Kanals entlang, wenn am Donnerstag oder am Sonntag grosser Wochenmarkt in Narbonne ist.

Zwischen Narbonne und dem Mittelmeer durchfliesst der Canal de la Robine eine flache Lagunen-Landschaft, in der die bekannten Bassins des Étang de Bages et de Sigean und Étang de l'Ayrolles liegen. Die Wasserversorgung des Canal de la Robine erfolgt durch den Fluss Aude, den der Kanal nördlich von Narbonne überquert und in den Canal de Jonction mündet, über den dann eine Verbindung zum 5 Kilometer entfernten Canal du Midi besteht.

Der Canal de la Robine ist deutlich älter als der 1681 eingeweihte Canal du Midi, seine Anlage stammt aus römischer Zeit. Damals lies der Statthalter der Provinz, ein gewisser Agrippa, einen ersten Kanal durch das antike Rubrensis ausheben, um die Stadt Narbonne mit dem Mittelmeer zu verbinden. Über den Canal de la Robine wurde nun ein intensiver Handel getrieben. Besonders der Wein ais Gallien war in Rom am Hofe sehr begehrt. Umgekehrt gelangten über den 30 m breiten und 3 m tiefen Kanal Güter aus aller Herren Länder mit Schiffen nach Narbonne.

Narbonne wurde nicht zuletzt dank des Canal de la Robine eine reiche Küstenstadt Südfrankreichs. Nachdem aber im 14. Jahrhundert der Fluss Aude, der für die Wasserversorgung des Kanals dringend notwendig war, seinen Lauf änderte und nicht mehr durch Narbonne floss, kam der schwunghafte Handel fast zum Erliegen und Narbonne verarmte rasch. Erst als der fast ausgetrocknete Canal de la Robine bis nach Moussoulens verlängert wurde, wo wieder ein Wasseranschluss an die Aude bestand, besserte sich die Lage der Stadt und der gesamten Region.

Nachdem dann 1681 der Canal du Midi sogar das Mittelmeer mit dem Atlantik verband, wurde 1787 mit dem Bau des Canal de Jonction eine schiffbare Verbindung mit dem Canal du Midi hergestellt und damit ein weiterer wirtschaftlicher Aufschwung Südfrankreichs möglich. Die wirtschaftliche Bedeutung des Canal de la Robine hat mit dem Niedergang der Frachtschifffahrt spürbar nachgelassen, allerdings wird der Kanal heute hauptsächlich von Sport- und Hausbooten für wunderschöne Ferien auf dem Wasser und den beliebten Hausboot-Urlaub genutzt.

Sehr beliebt sind Hausbootfahrten auf dem Canal de la Robine von Narbonne nach le Somail, hier gilt es die Schleusen Gua, Raonel, Moussoulens, Gailhousty (Doppel Schleuse), Salles – d’Aude, St-Cyr, Argeliers, Empare, Truilhas und Cesse zu meistern. Diese 11 Schleusen sind automatisch oder von Schleusenwärtern bedient. Diese Fahrt mit dem Hausboot wird von vielen Freizeitkapitänen als eine der schönsten Hausboottouren in Südfrankreich beschrieben.

Foto: VoyageMedia für Südfrankreich-Netz.de

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