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Canal de la Robine: Narbonne, Verlauf und Geschichte

Der Canal de la Robine verbindet die Aude mit dem Mittelmeer bei Port-la-Nouvelle und führt dabei durch Narbonne. Seine 32 Kilometer erschließen sehr unterschiedliche Landschaften: die Stadt mit ihren Kanalufern, anschließend den Raum der Lagunen von Bages und Sigean und die Umgebung der Île Sainte-Lucie. Für einen Aufenthalt lassen sich Stadtbesichtigung und ein Ausflug am Wasser deshalb gut als getrennte Schwerpunkte planen.

Canal de la Robine Der Canal de la Robine liegt direkt in der wunderschönen alten Stadt Narbonne und prägt das Gesicht der Stadt Foto: VoyageMedia für Südfrankreich-Netz.de

Verlauf und Schleusen richtig einordnen

Der Kanal beginnt an der Aude bei der Schutzschleuse von Moussoulens. Sie dient dem Hochwasserschutz von Narbonne. Die Wasserversorgung erfolgt über die Wasserentnahme an der Aude. Im Stadtgebiet unterquert die Robine den Pont des Marchands, eine der bewohnten Brücken Frankreichs. Weiter südlich führt sie entlang der Lagunen bis zum Handelshafen von Port-la-Nouvelle.

Sechs Schleusen überwinden auf der Robine insgesamt 8,3 Meter Höhenunterschied. Davon zu unterscheiden ist der Canal de Jonction: Er verbindet den Canal du Midi mit der Aude und besitzt auf rund fünf Kilometern sieben eigene Schleusen. Zwischen Jonction und Robine gehört die Querung der Aude zur Verbindung. Eine Schleusenzahl für die gesamte Fahrt nach Narbonne darf daher nicht mit der Zahl der Robine allein gleichgesetzt werden.

Die Verbindung von 1787

Der Canal de Jonction wurde 1787 in Betrieb genommen. Damit erhielt Narbonne die durchgehende Verbindung zum Midi-System. Dem Bau gingen langwierige Auseinandersetzungen über die Wasserversorgung voraus: Die Eigentümer des Canal du Midi befürchteten, dass die begrenzten Wasserressourcen für einen zusätzlichen Kanal nicht ausreichen würden.

1776 erwirkte Erzbischof Arthur-Richard Dillon die Zustimmung zu dem Vorhaben. Die Fertigstellung 1787 erklärt, weshalb Robine und Jonction zwar zusammengehören, aber unterschiedliche Bauwerke und Streckenabschnitte sind. Für die Einordnung der südfranzösischen Wasserlandschaften bietet die Übersicht zu Flüssen, Kanälen und Seen weitere Ziele.

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Narbonne und die südliche Kanalstrecke

Wer Stadt und Kanal verbinden möchte, kann Hotels und Unterkünfte in Narbonne als Ausgangspunkt wählen. Für Spaziergänge stehen die innerstädtischen Ufer im Vordergrund. Der Treidelweg ist vom Zentrum bis Port-la-Nouvelle als Grünweg ausgebaut; die längere Strecke bietet damit einen anderen Ausflug als ein kurzer Gang durch die Innenstadt.

Hausbootreise und Betriebsbedingungen

Für einen Hausbooturlaub ist die Verbindung zum Midi eine eigenständige Routenentscheidung. Anlegen, Schleusen und ein Aufenthalt in Narbonne benötigen jeweils Zeit. Eine Fahrt auf dem gesamten Verbindungsweg umfasst mehr als den Kanalabschnitt innerhalb der Stadt.

Die beschriebenen Bauwerke und der historische Verlauf belegen keine tagesaktuelle Durchfahrt. Geplante Arbeiten und unvorhergesehene Ereignisse können die Navigation verändern; VNF veröffentlicht solche Änderungen als Schifffahrtsnachrichten. Für die konkrete Fahrt gelten die jeweiligen Betriebsbedingungen.