Air France gegen Billigflieger

Airbus von Air France
Die Air France als grösste Airline in Frankreich will mit neuen Airbus-Maschinen und preiswerten Flugverbindungen gegen Billigflieger wie Ryanair und Easyjet vorgehen

Air France gegen Billigflieger

Die Air France als grösste Airline in Frankreich will gegen Billigflieger wie Ryanair und Easyjet vorgehen und günstige Flüge von und nach Südfrankreich anbieten. Flughäfen in Süd-Frankreich, wichtigste Destinationen im Frankreich-Tourismus klagen schon lange über zu hohe Ticketpreise bei Air-France, die von Low-Cost-Airlines vor allem auf Flugverbindungen von und nach Marseille, Toulouse, Bordeaux und Nizza deutlich billiger angeboten werden. Im Herbst 2011 – leider erst nach der Hauptsaison im Sommer 2011 - will Air France mit Airbus A319 und Airbus 320-Maschinen den Kampf um Passagiere auf den Südfrankreich-Linienflügen aufnehmen. Dazu will die französische Airline am Airport Marseille-Mandelieu ihre erste Regionalbasis eröffnen und damit Passagiere und Marktanteile von den Billigflug-Airlines Easyjet und Ryanair zurückgewinnen. Ab 2. Oktober 2011 sollen auf dem Flughafen-Gelände Marseille an der Cote d’Azur erste Airbus A319 und Airbus A320 Maschinen der Air France samt deren Besatzungen stationiert werden. Ab dem Frühjahr 2012 sollen regionale Air France-Basen in weiteren Südfrankreich-Regionen wie Toulouse, Bordeaux und Nizza folgen. Die Fluggäste sollen vor allem Städtereisen nach Südfrankreich und Kurzurlaub in Südfrankreich in der Ferienregion Provence günstiger und komfortabler als bisher erleben – und wieder häufiger mit Air France fliegen.
Das Air France-Konzept für Südfrankreich Billig-Flüge mit eigener Flotte sieht eine noch nicht definierte Zahl von Airbus Maschinen vor, deren Produktivität von täglich 8,3 Flugstunden auf 11,7 Flugstunden gesteigert werden soll. Die Besatzungen der neuen Air-France Billigflieger werden jeweils auf den Basen stationiert sein und jeden Abend nach Hause zurückkehren, dies soll nach Aussage des Air France-Vorstands Übernachtungskosten sparen. Piloten und Flugbegleiter von Air France werden zu längeren Arbeitszeiten verpflichtet, die durch mehr freie Flugtage kompensiert werden. Das neue Marketing-Modell von Air France erinnert in seinen Planungen incl. Flugziele, Flugverbindungen und vor allem bei den Billigpreis-Angeboten für Flugtickets stark an die erfolgreichen Tiefpreiskonkurrenten Easyjet und Ryanair, die seit Jahren im Südfrankreich-Tourismus wachsen. Air France plant mit diesen vier neuen Basen, dem verbesserten Preisniveau und besserer Anbindung etwa 4,5 Millionen Fluggäste zusätzlich gewinnen zu können. Ab Marseille werden zusätzlich im Winterflugplan der Air France 2011/2012 direkte Strecken für Billigflüge nach Biarritz, Basel Mulhouse, Brest, Athen, Beirut, Casablanca, Kopenhagen, Düsseldorf, Eindhoven, Istanbul, Milano Malpensa, Moskau und Prag angeboten. Ob Air France sich gegen die Billigflieger durchsetzen kann, wollten die Konkurrenten bisher nicht kommentieren.

R. Rinnau

Foto: VoyageMedia / suedfrankreich-netz.de

Datum: 15.07.2011

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