Pilgerurlaub, Pilgerreisen
Pilgerurlaub und Pilgerreisen Südfrankreich: Pilgerurlaub oder Pilgerreisen zu Wallfahrtsorten in Südfrankreich werden heute nicht nur von Gläubigen unternommen. Immer mehr Urlauber, Reisende und Touristen machen sich allein oder als Pilger-Gruppen auf bekannte und weniger bekannte Pilgerpfade in Südfrankreich. Mitunter dient die Pilgerei auch als Form des Wanderurlaubs, um bei körperlicher Bewegung frei von religiösen Gründen im Urlaub wieder "zu sich" zu kommen.
Der wohl bekannteste Pilgerweg in ganz Europa, der Jakobsweg (span. span. Camino de Santiago) führt über weite Strecken auf vier Hautwegen durch die Region Aquitanien inSüdwest-Frankreich. Dieser Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien hat bei deutschen Wallfahrern und Pilgern, vor allem aber auch bei nicht gläubigen Menschen durch das beeindruckende Buch „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling eine unglaubliche Bekanntheit erreicht.
Pilgern bedeutete auch vorher schon mehr als nur wandern und beten. Eine Pilgerreise wurde in früherer Zeit angetreten, um Busse zu tun, Gnade und Vergebung vor Gott und den Menschen zu erfahren. Die damit verbundene Selbsterfahrung, die Bekanntschaft mit völlig neuen Orten, Menschen und Kulturen und die Erweiterung des eigenen Horizonts sind abgesehen von der gesunden körperlichen Bewegung und der Erholung vom stressigen Alltag die wichtigsten Vorzüge dieser plötzlich so modern gewordenen Form des Urlaubs. Einer der berühmtesten Pilger war König Heinrich der Vierte.:
Als im 11. und 12. Jahrhundert Kaiser und Papst um die Macht der Kirche, so zum Beispiel über das Recht der Investitur (das Recht der Einsetzung von Bischöfen und Äbten in ihre Ämter) stritten, bannte der Papst Gregor VII. den König. Als Folge dieses Kirchenbanns musste König Heinrich IV. Abbitte leisten und Buße tun.
Der Bittgang Heinrichs des Vierten Speyer nach Canossa zu Papst Gregor VII. im Januar 1077, der den Zweck hatte, die Lösung seiner Person vom Kirchenbann zu erreichen, ging als „Gang nach Canossa“ in die Geschichte ein. Auch heute wird der Gang nach Canossa im übertragenen Sinne als Bezeichnung für einen erniedrigenden Bittgang noch oft verwendet.
Pilgerfahrten und Pilgerreisen sind zwar nicht im negativen Wortsinn erniedrigend, viele Pilger jedoch bitten auf ihren Wallfahrten, vor allem am Ziel ihrer Fahrt in Santiago de Compostela (Apostel Jacobus) oder ind anderen berühmten Pilgerzielen und Wallfahrtsorten wie Lourdes (Heilige Jungfrau Maria) oft um Erlösung von Krankheit und Not. Südfrankreich-Netz wird auf diesen Seiten die bekannten Pilgerwege, Wallfahrtsorte, Unterkünfte für Pilger oder Pilgergruppen und Reiseangebote für Pilger in Südfrankreich vorstellen.
Foto: VoyageMedia / Südfrankreich-Netz.de
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