Course landaise

Course landaise – Südfranzösischer Traditionssport Course landaise – Südfranzösischer Traditionssport

Course landaise – Südfranzösischer Traditionssport der Gascogne

Gewagte Sprünge, elegante Pirouetten: Kurz bevor die mit gesenktem Kopf heranstürmende Kuh den weiß gekleideten Mann in der Arena auf die Hörner nimmt, springt dieser, beide Füße in einer Baskenmütze fixiert, über das massige Tier hinweg – eine akrobatische Meisterleistung, die das Publikum mit reichlich Applaus honoriert.

Auch das darauf folgende Ausweichen mit einer knappen Körperdrehung, ohne sich vom Platz zu bewegen, wird eifrig beklatscht. Die Zuschauer bewundern Geschick und Mut der Männer, die sich der nicht ungefährlichen Course landaise in der Gascogne verschrieben haben.

Dieser traditionelle Sport ist im Gebiet zwischen den Pyrenäen und der Garonne zu Hause. Es handelt sich um einen unblutigen Wettkampf, bei dem die Protagonisten über eine kräftige, galoppierende Kuh springen oder ihr möglichst elegant ausweichen.

„Verbrieft“ ist die Course landaise seit 1286 und vielfältig waren die Bemühungen von Obrigkeit und Kirche, dem Treiben vermutlich heidnischen Ursprungs Einhalt zu gebieten.

Doch selbst die 1567 von Papst Pius V. erlassene Bulle, die Kämpfe mit Stieren und wilden Tieren verbot und Zuwiderhandlungen mit Exkommunikation drohte, blieb ohne nachhaltige Wirkung.

Anfangs fanden die Courses auf der Straße statt, später baute man Arenen. Die größten Course landaise findet man heute in Bayonne und Dax, kleinere auch in Vieux-Boucau-les-Bains oder Hossegor.

Vor 1900 verwendete man bei der Course landaise oft Stiere, wie bei der spanischen Corrida oder in der Camargue, später 300-400 kg schwere, eigens gezüchtete Kühe. Üblicherweise dauert eine Course mit mehreren Durchgängen rund 2 Stunden.

Die Mannschaft, Quadrilla, besteht aus sieben Ecarteurs, Ausweichern, und vier weiß gekleideten Männern: einem Sauteur, Springer, zwei Entraineurs, Trainern, die die Kuh in die richtige Position bringen, und einem Cordier, „der die Fäden zieht“, d.h. die Kuh mit einem Seil dirigiert.

Die Ehre des Cordier ist eine Rolle, die allgemein einem Veteranen der Course landaise, einem alten Trainer oder einem alten écarteur anvertraut wird.

Alljährlich finden etwa 450 Courses landaise statt, es gibt grosse Wettbewerbe und Listen sowie eine eigens erstellte Homepage, auf der auch der Veranstaltungskalender für die Course landaise in den kommenden 2 Wochen zu finden ist: http://www.courselandaise.org/calendrier.php

Foto: Etendu Bordeaux

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